Cybergrooming: Wie verhalten sich Täter und Täterinnen?
Kurz & knapp
- Wenn du deine Chatpartnerinnen und Chatpartner nicht persönlich kennst, solltest du immer vorsichtig sein.
- Die Täter und Täterinnen wollen Vertrauen aufbauen und manipulieren. Ziel ist häufig der sexuelle Missbrauch.
- Groomende verschicken oft selbst Bilder oder Kommentare mit sexualisierten Inhalten.
Forscherinnen und Forscher haben herausgefunden, dass das Verhaltensmuster beim Cybergrooming oft sehr ähnlich ist. Die Täter und Täterinnen wollen Vertrauen aufbauen und manipulieren. Ziel ist häufig der sexuelle Missbrauch. Nicht alle aufgelisteten Dinge müssen passieren. Auch die Reihenfolge kann sich unterscheiden.
Viele Täter und Täterinnen nutzen Fake-Profile.
In den Fake-Profilen machen die Täter und Täterinnen falsche Angaben zu ihrem Alter und ihrem . Manche stellen schon beim ersten Chat-Kontakt sexuelle Fragen. Andere versuchen, erst Vertrauen aufzubauen, bevor sie sexuelle Themen ansprechen.
Groomende versuchen zunächst, Freundschaften aufzubauen.
Im Chat führen Groomende oft unverfängliche Gespräche über Hobbys, angesagte Musik oder über Influencerinnen und Influencer, denen beide angeblich folgen.
Die groomende Person will die Beziehung stärken.
Cybergroomende manipulieren, um ihre Ziele zu erreichen. Sie möchten dein Vertrauen gewinnen. Auch machen groomende Personen häufig (falsche) Versprechungen und Geschenke. Sie wollen dir das Gefühl geben, etwas ganz Besonderes zu sein. So entwickelst du eine falsche Vorstellung von der Person, mit der du chattest. Du beginnst, ihr zu vertrauen und wirst vielleicht unvorsichtig.
Die groomende Person überprüft, welches Risiko sie eingeht.
Mit Fragen nach dem Wohnort, dem Alter oder der Bitte um einen Videocall überprüft die groomende Person, ob sie tatsächlich sexuelles Interesse hat. Die Täter und Täterinnen kontrollieren, welches Risiko sie eingehen. Dies machen sie zum Beispiel, indem sie fragen, ob du schon jemandem von eurer Freundschaft erzählt hast.
Groomende stellen die Chat-Freundschaft als einmalig dar.
Die groomende Person betont, wie wichtig du ihr bist und hebt Gemeinsamkeiten hervor. Auch kann es passieren, dass sie dir Geheimnisse entlockt. Diese nutzt sie dann, um dich zu erpressen.
Die groomende Person baut sexuelle Themen in die Gespräche ein.
Nach und nach stellt die groomende Person Fragen nach Erfahrungen wie: Bist du noch ? Möglich ist auch, dass die groomende Person dich auffordert, dich vor der Kamera auszuziehen, dich selbst zu berühren oder zu befriedigen. Oft werden Kinder und auch gedrängt, freizügige und sexualisierte Selfies zu verschicken. Mancher Täter und mache Täterin versucht, ein reales Treffen zu vereinbaren. Häufig ist das Ziel. Ein Nein von dir lässt die groomende Person nicht gelten: Sie verharmlost die Situation, fordert und drängt weiter.