Dickpics im Internet
Kurz & Knapp
- Manche Dinge möchten Nutzerinnen und Nutzer nicht sehen – und haben auch nicht darum gebeten. Dazu gehören zum Beispiel Dickpics, also Penisbilder.
- Das Wort Dickpics setzt sich aus den englischen Wörtern für Penis (dick) und Foto (picture) zusammen. Tagtäglich landen Tausende solcher Fotos auf Smartphones – ohne Einwilligung der Empfängerin oder des Empfängers.
- Betroffen davon sind in der Regel Mädchen und Frauen. Oft stammen diese Fotos von männlichen Jugendlichen und Männer.
Sind Dickpicks sexuelle Belästigung?
Werden dir Dickpics und ähnliche Bilder zugeschickt, ohne dass du zugestimmt hast, ist das eine Straftat. Denn solche Fotos gelten als pornografische Inhalte. Dazu zählen auch Abbildungen, auf denen andere Geschlechtsteile im Vordergrund stehen oder , oder zu sehen ist.
Dickpics und ähnliche pornografische Abbildungen können dich verunsichern und schockieren. Sprich mit einer Vertrauensperson über das Gesehene. Es gibt auch Beratungsstellen, die weiterhelfen. Dort arbeitet Personal, das geschult ist und dir weiterhelfen kann. Du kannst dich auch anonym an eine wenden. Das bedeutet, dass du deinen Namen nicht angeben musst. Die Mitarbeitenden stehen unter Schweigepflicht. Auf dieser Seite findest du eine Übersicht über unsere Beratungsstellensuche.
Du hast bereits ein Dickpick bekommen?
Besprich mit einer erwachsenen Vertrauensperson, was du tun kannst. Gegen diese pornografischen Bilder könnt ihr euch juristisch wehren.
- Sichert das Foto mit einem Screenshot auf deinem Handy
Ganz wichtig: Der Screenshot muss für eine Anzeige gültig sein. Das heißt, Datum, Uhrzeit, Name oder Nutzername des Täters oder der Täterin müssen klar erkennbar sein. Außerdem muss die Plattform erkennbar sein, auf der das Dickpic verschickt wurde. - Blockiert den Absender oder die Absenderin.
- Meldet der Plattform die Straftat, über die das Bild verschickt wurde.
- Erstattet Anzeige.
Eine Anzeige kann online oder persönlich bei der Polizei abgeben werden. Mehr Infos dazu, wie du mit Dickpics umgehen kannst, erfährst du auf der Seite der Polizei: polizeifuerdich.de.