Feuchtwerden
der Vagina
Kurz & Knapp
- Die Vagina (Scheide) ist ab der Pubertät immer leicht feucht.
- Bei sexueller Erregung wird sie deutlich feuchter. Manche sagen dazu auch „feucht werden“.
- Wie schnell und wie viel Feuchtigkeit entsteht, ist unterschiedlich.
- Die Feuchtigkeit sorgt dafür, dass sich zum Beispiel Selbstbefriedigung, Petting und Geschlechtsverkehr angenehm anfühlen.
Wie wird die Vagina feucht?
Die ist ab der immer leicht . Das liegt am Hormon . Es sorgt unter anderem dafür, dass die Schleimhaut im Inneren der Vagina Flüssigkeit bildet. Die Schleimhaut der Vagina ist so ähnlich wie die Schleimhaut im Mund. Je nach Situation ist sie mal trockener oder feuchter.
Bei sexueller Erregung wird die Schleimhaut der Vagina stärker durchblutet und gibt dadurch Flüssigkeit ab. Sie wird deutlich feuchter. Manche sagen dazu auch „feucht werden“. Der Fachbegriff ist Lubrikation.
Zusätzlich sondern die und die Skene-Drüsen bei sexueller Erregung Flüssigkeit ab und befeuchten und Vagina.
funktioniert nicht auf Knopfdruck – Feuchtwerden auch nicht. Wenn sich etwas bei der oder beim gut und richtig anfühlt und dir Spaß macht, trägt das zum Feuchtwerden der Vagina bei. Oft braucht es dafür Vertrauen, Rücksichtnahme und Entspannung.
Warum wird die Vagina bei Erregung feucht?
Das erfüllt zwei wichtige Aufgaben:
- Die Vagina wird gleitfähiger. Die empfindliche Schleimhaut der Vagina wird so vor Verletzungen geschützt, die durch starke Reibung entstehen können.
- Berührungen und Bewegungen fühlen sich dadurch angenehm an, zum Beispiel bei Selbstbefriedigung, Petting und Geschlechtsverkehr.
Fühlt sich etwas unangenehm an oder sogar schmerzhaft, kann es nicht nur zu Verletzungen kommen – es vergeht auch die Lust. Um Sex genießen zu können, muss die Vagina also deutlich feuchter sein als sonst. Wie lange es dauert, bis sich ausreichend Feuchtigkeit gebildet hat, ist verschieden.
Wird die , kann das die sexuelle Erregung steigern. Dadurch wird die Vagina meist noch feuchter. Und angenehme Berührungen und Bewegungen an der Klitoris können die Lust steigern – vielleicht sogar bis zum . Viele Mädchen und Frauen kommen erst durch die der Klitoris zum Orgasmus.
Kann die Vagina so feucht werden, dass sie sich nass anfühlt?
Ja, und auch die Vulva kann sich nass anfühlen. Dafür sorgt das der Skene-Drüsen. Wie viel Flüssigkeit entsteht, ist sehr unterschiedlich. Das hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel vom und den Hormonen. Rund um den ist die Schleimhaut der Vagina meist feuchter, in der zweiten Hälfte des Zyklus trockener.
Ein Teil der Feuchtigkeit kann auch vom aus dem kommen. Er wird um den Eisprung herum klarer und flüssiger. Das kann sich dann nass anfühlen, hat aber nichts mit sexueller Erregung zu tun.
Feucht sein ohne Lust – geht das?
Ja. Wenn die Vagina feucht wird, ist das eine automatische Reaktion des Körpers, die sich nicht kontrollieren lässt. Das Feuchtwerden dient unter anderem dem Schutz der empfindlichen Schleimhaut vor Reibung. Diese Reaktion kann auch auftreten, wenn eine Berührung nicht als schön empfunden wird oder sogar in belastenden oder bedrohlichen Situationen, zum Beispiel bei sexualisierter Gewalt. Feucht sein ist deshalb kein Zeichen für Zustimmung und sagt nichts darüber aus, ob ein Mädchen oder eine Frau gerade Lust empfindet.
Noch mehr Infos:
- Nicht feucht werden: Woran kann das liegen, wenn es nicht klappt?
- Klitoris: Wie ist die Klitoris aufgebaut? Welche Rolle spielt sie für die sexuelle Erregung?
- Orgasmus: Was passiert beim Orgasmus? Wie fühlt er sich an?
- Sexuelle Erregung: Was ist sexuelle Erregung? Und was passiert bei Mädchen und bei Jungen?