Thema: Verhütung - Monatspackung der Pille und ausgepacktes Kondom
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Vaginalring

  • Der Ring aus weichem Kunststoff wird wie ein Tampon in die Vagina eingeführt.
  • Er enthält künstliche weibliche Hormone.
  • Nach 3 Wochen wird der Ring aus der Vagina herausgenommen. Dann setzt die Menstruation (Monatsblutung) ein.
  • Der Vaginalring wird von einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt verschrieben.

Was ist ein Vaginalring?

Der Vaginalring ist ein weicher Kunststoffring. Er wird wie ein Tampon tief in die Vagina eingeführt. Er enthält niedrig dosierte, künstliche weiblichen Hormone, die fortlaufend abgegeben werden. Die Hormone verhindern den Eisprung und verändern die Schleimkonsistenz im Gebärmutterhals. Das hindert die Spermien daran, in die Gebärmutter einzudringen.

Wie wird ein Vaginalring angewendet?

Den Vaginalring setzt du am ersten Tag der Menstruation (Monatsblutung) ein. Wenn du ihn erst am zweiten bis fünften Tag deiner Menstruation (Monatsbltung) einsetzt, solltest du an den folgenden sieben Tag zusätzlich verhüten, zum Beispiel mit einem Kondom.
Der Ring bleibt drei Wochen in der Vagina. Danach zieht man ihn wieder heraus und macht eine Woche Pause, in der die Menstruation (Monatsblutung) kommt. Nach Ablauf dieser Woche wird ein neuer Ring eingeführt.
Der Vaginalring schützt auch in der „ringfreien Woche“ vor einer ungewollten Schwangerschaft. Er sollte immer am gleichen Wochentag und möglichst zur gleichen Uhrzeit eingesetzt werden.
Beim Sex ist der Ring nicht im Weg und auch nicht spürbar.

Welche Nebenwirkungen kann es geben?

Es können Vaginalentzündungen und Ausfluss aus der Vagina auftreten.
Achtung: Wer aus medizinischen Gründen die Pille nicht nehmen soll, sollte auch den Vaginalring nicht nutzen. Am besten mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt absprechen!
Der Vaginalring ist ähnlich sicher wie die Pille und hat auch die gleichen möglichen Nebenwirkungen. Er wird von einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt verschrieben.
Benutzt man den Vaginalring zum ersten Mal, sollte man in den ersten sieben Tagen zusätzlich verhüten, zum Beispiel mit Kondomen.

Was kostet ein Vaginalring?

Bei gesetzlich Versicherten übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die meisten Verhütungsmittel bis zum 22. Geburtstag. Ab 18 Jahren müssen junge Frauen etwas zuzahlen. Privat versicherte Mädchen und Frauen müssen die Kosten in jedem Alter selbst tragen. Am besten direkt die Frauenärztin oder den Frauenarzt fragen. Der Vaginalring kostet in der Dreierpackung zwischen 36 und 48 Euro. Einige Präparate gibt es auch im Sechserpack. Dadurch wird der Stückpreis noch etwas günstiger.

Vorteile: Erkrankungen wie Erbrechen oder Durchfall haben keinen Einfluss auf die Wirksamkeit. Nach dem Einführen muss man nicht täglich an Verhütung denken. Der Vaginalring ist sehr sicher.

Nachteile: Nebenwirkungen möglich; schützt nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen (STI) und HIV