Thema Liebe
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Kontakte übers Internet und soziale Medien

  • Flirten ist online für viele leichter. Als Avatar oder mit einem Nickname traut man sich oft mehr.
  • Anonymität im Netz hat aber auch Nachteile.
  • Ist die Person wirklich die, für die sie sich ausgibt? Bleib misstrauisch und gib keine persönlichen Daten von dir preis!
  • Dinge, die du digital mit jemandem teilst, solltest du sorgfältig auswählen. Sie können rasch weiterverbreitet werden.

Online-Flirten ist aufregend

Manchen fällt Flirten online leichter als im echten Leben. Vor allem, wenn sie schüchtern sind. Oft reicht schon ein Emoji, um Gefühle auszudrücken. Es spielt auch keine Rolle, wie du aussiehst, welche Kleidung du trägst oder wie du dich bewegst.

Das ist aber auch ein Nachteil: Denn dadurch fehlen dir viele Eindrücke, die du in einer persönlichen Situation hast – zum Beispiel wie die andere Person lächelt oder wie ihr Temperament ist. So kannst du leicht angelogen werden. Ist die Person wirklich die, für die sie sich ausgibt? Vielleicht sitzt jemand ganz anderes am Smartphone und chattet mit dir? 

 

 

Wer steckt dahinter?

Du kennst die Person persönlich? Gut! Dann könnt ihr euch beim Chatten besser kennenlernen. Wenn ihr euch bei persönlichen Treffen auch so gut versteht, kann sich daraus vieles entwickeln.

Du kennst die Person nicht persönlich? Vorsicht! Es gibt Erwachsene, die das Internet nutzen, um mit Jugendlichen in Kontakt zu kommen, um sie sexuell zu belästigen oder zu missbrauchen. Sie schreiben Privatnachrichten, machen Komplimente oder Versprechungen, um dein Vertrauen zu gewinnen. Das nennt man Cyber-Grooming.

 

 

Unter Freunden im Internet?

Obwohl du das Gefühl hast, online unter Bekannten zu sein, können oft auch andere deine Beiträge und Kommentare lesen, sich deine Fotos und Storys ansehen und mit dir in Kontakt treten. Das können auch Fremde sein und eventuell Personen, die dir vielleicht schaden wollen. Auch Lehrkräfte oder zukünftige Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können im selben Netzwerk registriert sein wie du! Wenn sie geschickt online nach Spuren von dir suchen, finden sie vielleicht Dinge, die du lieber für dich behalten hättest.

Im Klartext: Alles, was du im Internet teilst, solltest du sehr sorgfältig auswählen. Deine persönlichen Daten sollten nicht für alle sichtbar sein. Sonst können sie geteilt und sogar gegen dich verwendet werden. Im schlimmsten Fall kann es zu sexuellen Belästigungen, Cyber-Mobbing oder Cyber-Grooming kommen. Das kann auch im realen Leben zur echten Gefahr werden.    

 

So kannst du dich im Internet schützen

  • Benutze einen Spitznamen. Deine Freundinnen und Freunde werden dich auch darunter finden.

  • Nimm nur Menschen aus dem echten Leben in die Kontakt- und Freundesliste auf.
  • Sprich nicht über deine persönlichen Daten wie deinen vollständigen Namen, (E-Mail-)Adresse, Mobilnummer, Schule.und gib sie nirgendwo an. Veröffentliche nur die Daten, die notwendig sind. Nicht alle Felder im Profil müssen ausgefüllt sein.
  • Glaub nicht alles, was dir jemand über sich erzählt!
  • Dein Profilbild ist für alle zu sehen. Verfremde dein Bild oder zeige nur deine Silhouette. Verwende keine Nahaufnahmen von dir.
  • Die „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ (kurz: AGB) solltest du vor der Anmeldung in der Community lesen. Hier steht, was verboten ist, was mit deinen persönlichen Daten passiert und ob man sie vollständig löschen kann. Außerdem gelten für viele Communities Altersbeschränkungen. Für viele Dienste musst du mindestens 13 Jahre alt sein, um sie zu nutzen.
  • Nutze die Sicherheitseinstellungen in der Community. In der Regel kannst du einstellen, für wen dein Profil sichtbar ist und welche Inhalte nur für „Freunde“ zugänglich sind. Bei manchen Anbietern lässt sich auch einstellen, ob Nicht-Mitglieder oder Suchmaschinen Zugriff auf die Profildaten haben und sie dir Nachrichten schicken können.
  • Lass dir - zumindest von Fremden - keine Audiodateien, Fotos oder Videos schicken und verschicke auch keine von dir.
  • Verzichte auf eine Webcam.
  • Poste keine Dinge, die du nicht auch deinen Eltern oder einem Fremden auf der Straße zeigen würdest.
  • Such ab und zu in Suchmaschinen nach deinem Namen und deiner E-Mail-Adressen. So behältst du den Überblick darüber, welche Inhalte du mit allen teilst, und was andere über dich geschrieben haben.
  • Ist dir jemand unangenehm, kannst du sie oder ihn „ignorieren“ oder „blockieren“.
  • Stößt du auf Inhalte, die dir unangenehm sind oder wirst von jemandem damit konfrontiert, solltest du die Seite oder den Chat wegklicken und einer Vertrauensperson davon erzählen.
  • Verlasse die Community und den Chat, sobald dir etwas komisch vorkommt!

 

Bist du ein Datenprofi im Internet? Mach den Test!