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Du hast gerade Ängste und Sorgen? So holst du dir Hilfe!

  • Das Corona-Virus bringt vieles durcheinander. Das ist für alle eine Herausforderung.
  • Soziale Distanz, Home-Schooling, Stress zuhause – das kann belastend sein. Du bist nicht allein! Und du kannst etwas tun.
  • Wenn nichts mehr hilft: Hol‘ dir Hilfe.

Corona hat vieles verändert. Das ist für alle eine Herausforderung. Vieles ist ungewohnt, manches anstrengend. Zum Beispiel Abstandhalten, wenn du dich eigentlich nach Nähe sehnst. Oder Home-Schooling, wenn du ohne deine Freundinnen und Freunde lernen sollst.

Du hast Stress mit der Familie?

Es gibt viele Situationen in einer Familie, in denen sich alle ziemlich auf die Nerven fallen. Das ist normal. Woran das im Alltag liegen kann, erfährst du hier. Aber die Einschränkungen durch das Corona-Virus verschärfen die Lage Viele Familien verbringen mehr Zeit zusammen als sonst und das oft auf engem Raum. Das kann schneller zu dicker Luft und Stress führen als sonst. Zum Beispiel, wenn du für die Schule lernen musst und Ruhe brauchst und jüngere Geschwister durch die Wohnung toben. Oder: Deine Eltern haben gerade Jobsorgen, du sollst zuhause (noch) mehr tun, dafür weniger am Smartphone hängen …

Das ist jetzt gut und hilft dir bei Stress-Situationen zuhause

  • Finde einen Rückzugsort, an dem du zwischendurch ungestört sein kannst.
  • Wenn dir alles zu viel wird: Geh mal raus! Joggen, Spazieren, Radfahren…Bewegung an der frischen Luft hilft den Kopf frei zu bekommen. Lass Dampf ab! Das kannst du auch, wenn du dich mit deinen Freundinnen und Freunden austauschst. Oder mit deiner Partnerin oder deinem Partner.
  • Sprich in Ruhe mit deinen Eltern. Verabredet euch, um ungestört über die Lage zu sprechen: Was bedrückt dich? Was wünschst du dir? Was wünschen sich deine Eltern? Wie könnt ihr euch gegenseitig helfen? Was hilft euch respektvoll miteinander umzugehen in Zeiten von Corona?   
  • Übt Nachsicht. Corona ist für alle nicht leicht.
  • Mache etwas mit deiner Familie, was euch allen Spaß macht …Das lenkt ab und schweißt euch zusammen.    

Auch deine Freundinnen und Freunden können dir helfen, Stress rauszulassen. Verabrede dich zu Online-Treffen mit ihnen oder triff dich mit jemandem mit mindestens 1,5 Meter Abstand zwischen euch. Viele Ideen haben wir hier gesammelt.

Du fühlst dich einsam?

Freundinnen und Freunde treffen, zur Schule gehen, zum Sport oder ins Kino – wegen der Corona-Krise ist das gerade nicht möglich oder stark eingeschränkt. Das kann dazu führen, dass du öfter allein bist oder dich einsam fühlst. Wie du Kontakt zu deinen Freundinnen und Freunden halten kannst, steht hier.

Freundschaften halten eine Menge aus. Trotzdem kann es sein, dass du dir Sorgen machst, zum Beispiel, dass Freundschaften wegen der Corona-Krise zerbrechen.
Dann ist es wichtig, dass du das ansprichst. Sag‘ deiner Freundin oder deinem Freund, dass du dir Sorgen machst und dich einsam fühlst. Es gibt aber auch Beratungsstellen, an die du dich wenden kannst. Dort sind Menschen, die dir zuhören und dir helfen. https://www.loveline.de/service/rat-und-hilfe/

Du hast Liebeskummer oder Angst vor einer Trennung?

Du vermisst deine Freundin oder deinen Freund? Vielleicht habt ihr euch in den letzten Wochen nicht sehen können und seid euch nicht sicher, ob ihr noch verliebt seid? Hier findest du Tipps rund um Beziehungen in Corona-Zeiten. Oder du kannst gerade deinen Schwarm nicht sehen, weil die Schule geschlossen ist oder ihr zu unterschiedlichen Zeiten Unterricht habt? Flirten und Kontakt halten ist auch in Zeiten von Corona möglich. Wie? Das steht hier:
Mehr Infos über Liebeskummer oder Trennung findest du hier.

Du machst dir Sorgen wegen der Schule?

Allein zuhause lernen statt in der Schule mit anderen, Aufgaben machen, obwohl du nicht alles verstanden hast – das selbstständige Lernen ist ungewohnt und manchmal schwierig. Manche kommen mit Home-Schooling nicht gut zurecht, haben Probleme, sich zu konzentrieren, schaffen die Aufgaben nicht, machen sich Sorgen wegen der Noten oder der Versetzung und geraten noch mehr unter Druck. Es gibt auch andere Gründe, warum dir Lernen gerade schwerfällt: Weil der Ort dazu fehlt, weil dir die Technik fehlt oder weil dich Corona sehr beschäftigt.

Möglich ist auch, dass es dir Probleme bereitet, wieder zur Schule zu gehen, obwohl du dich seit Wochen darauf gefreut hast.
Sprich mit jemanden über deine Sorgen und was dir gerade Probleme bereitet, zum Beispiel mit deinen Eltern oder mit deiner Lehrerin oder deinem Lehrer. Viele Schulen haben auch Vertrauenspersonen, an die du dich wenden kannst.
Du kannst aber auch Beratungsangebote nutzen – per E-Mail, Telefon oder Chat. Alle Kontaktdaten findest du hier.

Tipps fürs Lernen zuhause:

  • Plane feste Zeiten für den Beginn und das Ende deiner Lernzeit ein.
  • Suche dir einen Platz, an dem du möglichst ungestört bist und dich nichts ablenkt.
  • Macht dir für jeden Tag einen Aufgabenplan, den du gut schaffen kannst.
  • Mache regelmäßig Pausen, so wie in der Schule.   
  • Vergiss nicht zu essen und zu trinken.
  • Wenn deine Arbeitszeit vorbei ist, mach Schluss, auch wenn du nicht alles geschafft haben solltest.
  • Pack deine Schulsachen weg. Das hilft dir, von der Schulzeit in den Freizeit-Modus zu schalten.

Du kannst dich zu nichts motivieren?

Nichtstun und Langeweile sind mal ganz schön, können auf Dauer aber anstrengend sein. Was hilft: Werde aktiv! Ein paar Ideen haben wir hier für dich gesammelt. Wer etwas tut, fühlt sich anschließend meist besser.

Stimmungsschwankungen in der Pubertät sind normal. Hier erfährst du mehr.

Wenn du dich allerdings über Wochen lustlos fühlst, keine Interessen mehr hast, schlecht schläfst, keinen Appetit hast, dir ständig Sorgen machst oder deine Gedanken um Tod kreisen, kann eine Depression dahinterstecken. Depressionen sind eine Krankheit und können behandelt werden. Erste Anlaufstellen findest du hier.

Du kommst nicht mehr weg von Rechner und Smartphone?

Für viele ist das Internet und die sozialen Medien gerade in Zeiten von Corona überlebenswichtig. Um den Kontakt zu halten, zu flirten, sich auszutauschen, Fotos und Videos zu schicken und sich abzulenken.
Aber: Wenn du zu viel und sehr lange das Internet und Soziale Medien nutzt, kann das auch negative Folgen haben. Es wird problematisch, wenn du diese Anzeichen hast:  

  • Du beschäftigst dich dauernd mit dem Internet oder Online-Spielen.
  • Wenn du nicht spielen kannst, bist du gereizt oder unruhig.
  • Du schaffst es nicht, weniger oder nicht zu spielen.
  • Du hast kein Interesse mehr an früheren Hobbys oder anderen Aktivitäten.
  • Du sagst niemandem, wie lange und wie oft du wirklich spielst.
  • Du bist ängstlich oder fühlst dich hilflos, aber wenn du spielst vergisst du die negativen Gefühle.

Hier gibt es Hilfe: Bei juuuport zum Beispiel. Die Scouts zwischen 15 und 21 Jahren wissen, was im akuten Fall zu tun ist und wie du dich schützen kannst.

Du kannst dich mit deiner Frage auch an unser loveline-Team wenden. Wir antworten dir per E-Mail.

Du bist Zuhause in Gefahr?

Es können auch ernsthafte Konflikte entstehen, manchmal bis zu Aggressionen, Wutanfällen und Gewalt. Die häusliche Gewalt hat in der Corona-Krise zugenommen. Dazu gehören Beschimpfungen, Drohungen, Schläge und Missbrauch. Wenn du davon betroffen bist: Sprich rasch mit jemandem über deine Situation, um eine Lösung zu finden. Du kannst zum Beispiel direkt die „Nummer gegen Kummer“ anrufen unter 0800 / 1110333. Der Anruf ist kostenlos. Viele weitere Anlaufstellen haben wir hier für dich zusammengestellt.

Das ist der momentane Stand des Wissens und es kommen immer weitere Kenntnisse dazu. Loveline.de engagiert sich, die Informationen an dieser Stelle aktuell zu halten und euch darüber zu informieren. Bei den Kolleginnen und Kollegen von www.infektionsschutz.de und www.zusammengegencorona.de findet ihr außerdem weitere Empfehlungen und Tipps, auch zum Beispiel woran ihr verlässliche Informationen zum Thema Corona erkennen könnt.

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