Thema Geschlechter: Geschlechtersymbole auf einer Schultafel
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Intergeschlechtliche Menschen

  • Wenn die körperlichen Geschlechtsmerkmale nicht eindeutig männlich oder weiblich sind, ist ein Mensch intergeschlechtlich.
  • Meistens wird das direkt bei der Geburt festgestellt.
  • Eltern müssen sich nicht mehr direkt entscheiden, ob sie "Junge" oder "Mädchen" in die Geburtsurkunde eintragen lassen.

Es gibt Menschen, bei denen die körperlichen Geschlechtsmerkmale nicht eindeutig als weiblich oder männlich eingeordnet werden können. Zu den Geschlechtsmerkmalen zählen die Geschlechtsorgane, die Hormonzusammensetzung und der Chromosomensatz. Diese Menschen werden intergeschlechtlich, intersexuell oder einfach nur inter* genannt.

 

Manche intergeschlechtlichen Menschen bezeichnen und fühlen sich als Frau, manche als Mann. Und manche empfinden sich als beides oder stehen zwischen den Geschlechtern.

 

Kinder können später selbst entscheiden

Meist wird bereits bei der Geburt durch Ärztinnen und Ärzte festgestellt, dass die Genitalien nicht eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zugeordnet werden können. Manche Menschen erfahren jedoch erst im Laufe ihres Lebens, dass sie intergeschlechtlich sind.

 

Seit November 2013 müssen sich Eltern bei der Geburt eines Kindes mit unbestimmten Geschlechtsmerkmalen nicht mehr entscheiden, ob sie "Junge" oder "Mädchen" in der Geburtsurkunde eintragen lassen. Sie können das Feld einfach leer lassen. Das wurde durch eine Reform des Personenstandsgesetzes möglich. So können die Kinder später selbst entscheiden, ob und welchem Geschlecht sie sich zugehörig fühlen.

 

Früher wurden Kinder direkt operiert

Bevor es diese Gesetzesreform gab, wurden die meisten Inter*-Personen direkt nach der Geburt an den Genitalien operiert, damit sie klar als Junge oder Mädchen eingeordnet werden konnten. Das kann heute noch immer so gemacht werden, wenn die Eltern zustimmen. Viele Expertinnen und Experten raten aber davon ab, weil solche Operationen nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Auch kann es für das Kind weitreichende Folgen haben wie bspw. lebenslange Medikation, oder Unsicherheit über die eigene Identität. Außerdem können Operationen im Kleinkindalter, als traumatisierend erlebt werden.


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